Samuraisommer.
Jugendbuch.
Åke Ed, Carlsen/List, Dezember 2007

"Ich wünschte, es wäre eine geheime Geschichte. Manchmal wünschte ich, es gäbe überhaupt keine Geschichte zu erzählen. Vielleicht wäre das besser für alle gewesen. Aber dann denke ich wieder das Gegenteil. Das Beste, was passieren konnte, ist passiert."

Eigentlich heißt er Tommy, nennt sich aber Kenny. Das kommt von Ken, dem japanischen Wort für Schwert. Und ein Schwert hat Kenny, denn er ist ein Samurai.

In dem Ferienlager baut er mit seiner Gefolgschaft eine Samuraiburg im Wald. Kämpft gegen gemeine Erwachsene und noch gemeinere andere Kinder, wie zum Beispiel Weine. Mit Kerstin befreundet er sich, aber sie ist ein Mädchen. Trotzdem erzählt er ihr von der Burg. Jetzt will sie die sehen. Und Kenny ist unsicher. Darf ein Samurai Frauen in seine Geheimnisse einweihen?

Der Roman beginnt spannend, Kenny, der Ich-Erzähler, der sich als Samurai sieht, das Ferienlager, die Erwachsenen, die anderen Kinder durch die Brille eines Samurais betrachtet. Doch irgendwann mäandert der Roman nur noch vor sich hin. Das liegt einmal daran, dass das entscheidende Ereignis - dass Kerstin verschwindet - erst auf Seite 150 kurz vor dem Schluss passiert. Zum anderen spielt das Ganze in der Jetztzeit, das Ferienlager wird aber geschildert, als sei es aus Charles Dickens Romanen ausgerissen und habe eine Zeitreise ins Heute unternommen.

So ist der Roman nur am Anfang und am Ende spannend. Die Seiten dazwischen verbreiten Langeweile und Gähnen und hätten besser gestrichen gehört.

Leseprobe

Samuraisommer, Åke Ed, Jugendbuch, Carlsen/List, Dezember 2007
Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch
ISBN 978-3548606620, TB, 208 Seiten, Euro 6,95
ISBN 978-3551554413, gebunden, 208 Seiten, Euro 13,00

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