Morde vor der Haustür. Sachbuch.
Stefan Ummenhofer et. Al., Romaeus Verlag, Dezember 2008


Morde vor der Haustür

15 rätselhafte und spektakuläre Verbrechen aus Südbaden versprechen die Autoren und sie halten das Versprechen. Manche der Fälle liegen über 50 Jahre zurück, andere sind neueren Datums. Alle zeigen, dass die Wirklichkeit oft der Phantasie der Krimischreiber weit vorauseilt.

Ein Massaker im Forsthaus, das an Andrea Maria Schinkels "Tannöd" erinnert, ein Pferd, nach dem in "Aktenzeichen XY - ungelöst" gefahndet wird, ein Mörder, der aus dem Mord einen Bestseller macht, ein toter Oldshatterhand sind nur einige der Fälle.

Die meisten blieben unaufgeklärt und vieles ist immer noch strittig. Objektiv kann ein solches Buch gar nicht sein, allein der Fall Nummer 14, der Mord an "Old Shatterhand", nahm kurz nach Veröffentlichung eine für alle überraschende Wendung. Die Frau, die durch ganz Süddeutschland und Österreich ihre DNA Spuren an verschiedensten Tatorten verstreute, diese Frau - gab es nicht. Die Wattestäbchen, mit denen DNA Spuren genommen wurden, waren verunreinigt. Der "Jahrhundertfall" ist es aber immer noch - auch DNA Spuren können in die Irre führen, wissen wir nun.

Wer sich für Kriminalfälle interessiert, der wird mit dem Buch gut bedient. Und manchem werden die Finger jucken, einen der Fälle in einen Krimi zu verwandeln und den Fall wenigstens auf dem Papier zu lösen. Old Shatterhand wurde erschlagen, weil ...

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