Das sag ich dir. Roman.
Hanif Kureishi, S. Fischer, April 2008


das sag ich dir

Der Analytiker Jamal erzählt. Über sein Leben, über seine Jugend, seine große Liebe Ajita und ein Verbrechen, das nicht aufgedeckt wurde, ihn gleichwohl belastet. Wieder bewegen wir uns, wie in den anderen Büchern Kureishis, unter Briten pakistanischer Herkunft, die zwischen zwei Kulturen stehen.

Der pakistanische Unternehmer, der sich hochgearbeitet hat, von der Linken wegen Ausbeutung angegriffen. Ein Mädchen, das von seinem Vater mißbraucht wird. Englische Linke und Pakistanis. Die roaring Eigthies.

Doch anders als in dem grandiosen "Der Buddha aus der Vorstadt" und dem "wundervollen Waschsalon" des Autors plätschert die Erzählung nur so vor sich hin. Obwohl die Figuren interessant sein könnten, obwohl genügend Stoff da wäre. Nur wird daraus nichts gemacht.

Der Ich-Erzähler wirkt wie ein Analytiker, der über alles und jedes redet wie seine Patienten, sich windet, abschweift, und irgendwann verliert der Leser die Lust.

Fazit: Gut geschrieben, handwerklich perfekt, aber inhaltlich leider langweilig und langwierig.

Leseprobe

Autorenhomepage

Februar 2008, Originaltitel: Something to Tell You, aus dem Englischen von Henning Ahrens
ISBN-13: 978-3100420312, gebunden, 512 Seiten, Euro 19,90

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